1084
Erste urkundliche Erwähnung Mahndorfs. Mahndorf ist ein kleines Dorf mit Kirche und steht unter der Regie des Klosters Huysburg.

1600
Aus einigen Urkunden geht hervor, dass die Besitzungen in und um Mahndorf dem Domkapitel gehören.

1615
Mahndorf wird als Vorwerk bezeichnet, also als Nebenhof eines größeren Gutes oder Amtes. In Mahndorf werden Wappentafeln des Bischofs von Halberstadt angebracht; vermutlich die, die noch heute in der Giebelwand der Mühle eingelassen sind.

1665
Das Vorwerk Mahndorf wird Sitz eines Amtes.

1677
Mahndorf wird vom Kurfürsten von Brandenburg, dem späteren König von Preußen, käuflich erworben und dem königlichen Amt Derenburg angegliedert. Ebenso wie Mahndorf gehört auch Böhnshausen zum Amt Derenburg und wurde in den folgenden Jahren an verschiedene Pächter verpachtet.

1828
die Preußische Regierung verkauft das Vorwerk Mahndorf an den Landwirten und Kaufmann Wilhelm Löbbecke aus Dorstadt bei Wolfenbüttel.

1833
das heutige Gutshaus wird gebaut und ein umfangreicher Landschaftspark wird angelegt. In den folgenden Jahren werden Schnitterkaserne, Verwaltungsgebäude und Ställe, sowie viele Häuser des Dorfes von den neuen Eigentümern gebaut.

1837
Sohn Hermann übernimmt das Gut und heiratet 1 Jahr später Cecilie Stobwasser aus Berlin. Sie führen ein sehr kultiviertes Leben unter Gelehrten und Künstlern und sind sehr fromm. Hier entsteht auch die innige Freundschaft zur Familie Rimpau aus Langenstein.

1867
übernimmt dessen Sohn Wilhelm Löbbecke das Gut Mahndorf und heirate 1872 Marie Klamroth, Tochter einer berühmten Halberstädter Familie. Sie stirbt allerdings bereits 3 Jahre später. Weitere 3 Jahre später stirbt auch Wilhelm bei einem Reitunfall und vermacht das Gut seiner Tochter Martha, die unter dem Vormund seines Vetters Karl Löbbecke auf Edelburg und des Gutsbesitzers Heine aus Emersleben steht.

1890
Das Gut Mahndorf wird weiter ausgebaut und macht sich einen Namen als Saatzuchtbetrieb z.B. der „Mahndorfer Gerste“.

1893
Martha heiratet Hans Waldemar v. Wulffen, Mahndorf wird zu einem Löbbecke’schen Fideikommiß (Stiftung).

1945
Da der Besitz weit über 100 ha groß ist, wird er im Zuge der Bodenreform enteignet.

1946
ein kleiner Teil der Ackerflächen wird an ehemalige Landarbeiter aufgeteilt, der größere Teil bleibt volkseigen.

1950
Aus dem Herrenhaus werden Schule, Kindergarten und zwei Wohnungen, die später Internat werden, sowie ein Gemeindesaal mit Bühne.

1958
Das Gut wird dem VEG Saatzucht Langenstein zugeordnet.

1973
Mahndorf wird in Langenstein eingemeindet.

1992
Konstantin v. Löbbecke, Nachkomme der letzten Eigentümerin, übernimmt das Gutshaus von der Gemeinde und pachtet die Flächen um eine kontrolliert ökologische Landwirtschaft einzurichten.

1994
Konstantin v. Löbbecke übernimmt von der Treuhand die Hofstelle.

2012
Nicolaus v. Löbbecke, übernimmt das Gut von seinem Bruder.